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August Wilhelm Bach (1796 - 1869)

Wilhelm Bach war nicht nur der letzte Enkel Johann Sebastian Bachs, Kapellmeister der Königin Luise und Musiklehrer ihrer Kinder, sondern, als Nachfolger Carl Friedrich Zelters, auch Direktor des "Bach’schen Orgelinstituts" mit richtigem Namen: "Musikalisches Institut zu Berlin behufs der Beförderung der Kirchenmusik und Ausbildung von Organisten und Musiklehrern an Gymnasien und Schullehrer-Seminaren". Nachdem in den ersten Jahren die Unterweisung noch ohne genaueren Ausbildungsplan stattfand, erließ Bach erste Verordnungen, die den Unterrichtsbetrieb regelten. "Das königliche Musikinstitut zu Berlin hat den Zweck, junge Leute zu Organisten, Kantoren, Gesang- und Musiklehrern an Gymnasien und Schullehrerseminaren auszubilden." Unter Bach und dem ihm folgenden August Haupt (1869–1891) stand die Ausbildung von Kirchenmusikern im Vordergrund; von Beginn an wurden Studenten evangelischer und katholischer Konfession gemeinsam unterrichtet.

Außer diesen Funktionen bekleidete er noch andere Positionen in Preußen. Z. B. hatte der Orgelbaumeister Wilhelm Sauer große Probleme mit ihm. So heißt es:
... Im Berliner Raum konnte Sauer vorerst aber noch keinen Fuß fassen, denn der dort einflussreichste und für den Orgelbau zuständige Ober-Orgelbaurevisor August Wilhelm Bach (1796-1869) lehnte Sauer wegen seiner "Französelei" (gemeint sind die Einflüsse des französischen Orgelbaus) strikt ab. ...
1864 lieferte Sauer die erste größere Orgel nach Berlin. Die Christuskirche erhielt ein 18stimmiges Werk. Diese Kirche unterstand nicht dem preußischen Staat, also nicht dem Ober-Orgelbaurevisor Bach. So konnte Sauer nun doch zunehmend Einfluss in Berlin gewinnen. ...

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